Hast du dein Basismodell für dein Vanlife-Projekt gefunden und gekauft? Dann hast du zumindest gedanklich sicher schon deinen Grundriss geplant und bist Start klar. Jetzt stellt sich also die Frage, wie du genau startest, auf was du achten musst und welche Überlegungen du vielleicht vergessen hast. All das klären wir in diesem Artikel, also bleib gespannt.

Was gilt es vor der Transformation vom Van zum Camper zu beachten?

Bevor du mit deinem Do It Yourself Camper startest, solltest du unbedingt die genauen Maße deiner Ladefläche kennen. Entschließe dich bereits jetzt dazu, ob du eine zum Bett umbaubare Sitzfläche haben möchtest, eine festverbaute Gasinstallation zum Kochen und ob der Wohnraum von der Fahrerkabine abgetrennt sein soll. Möchtest du alles so einfach es geht konstruieren? Oder einen richtig fancy Do It Yourself Camper haben, welcher auch gut aus einer Manufaktur stammen könnte? – All diese Punkte sind super wichtig für deine Konstruktion.

In unserem Do It Yourself Camper haben wir alles so verbaut, dass es nachträglich wieder leicht herausgeholt werden kann. All unsere Kabel sind genauestens beschriftet und die Wasserleitungen haben keine großen Wege. Wir haben alles so durchdacht, dass möglicherweise auftretende Probleme schnell gefunden und ggf. behoben werden können. Ohne großen Aufwand. Und das sogar so, dass auch ein eventueller späterer Besitzer unser System schnell verstehen und dem Problem auf den Grund gehen kann. Hierfür haben wir natürlich Einbuße in unserem Platzangebot im Inneren des Vans. Aber dank 5m langer Ladefläche ist das für uns kein allzu großes Problem. Du musst eben einfach abwägen, was dir am Ende wichtig ist. Und vor allem auch, welchen Zweck der Do It Yourself Camper für dich erfüllen muss. 

Wir können dir gleich versprechen, dein mm genau geplanter Camper-Van Innenausbau wird am Ende nicht so aussehen. Einige Dinge werden nicht so funktionieren, wie du es dir vorgestellt hast. Aber hey, genau das ist es ja, was den Ausbau so spannend macht. Außerdem wirst du ständig etwas Neues dazu lernen. 

Wenn du nun all diese Punkte bedacht und geplant hast, kannst du nun mit der Unterkonstruktion starten.

Welche Materialien sind für die Unterkonstruktion des Do It Yourself Campers nötig?

Ganz egal für welche Art des Camper Van Innenausbaus du dich entscheidest, die Unterkonstruktion ist vom Prinzip immer dieselbe. Du benötigst Latten, auf welchen du deinen Boden befestigst, Dämmmaterial, Bodenplatten.

Bevor du jedoch anfängst, die Latten zu befestigen und Dämmung zu verlegen, solltest du deinen Do It Yourself Camper auf mögliche Probleme untersuchen. Weißt dein Basisfahrzeug irgendwo Rost auf? Oder sind Risse im Lack zu sehen? Hast du eventuell sogar Durchrostungen? Für diesen Schritt solltest du dir zu Beginn einiges an Zeit nehmen und sehr gründlich sein. Denn sind wir ehrlich, alles andere bringt dich zwar schneller an dein Ziel jedoch kann das im Nachgang äußerst aufwendig und kostspielig werden. 

Die meisten Dämmmaterialien sind sehr leicht entflammbar und deswegen fürs Schweißen ein Problem. Hast du also Roststellen nicht behandelt und diese rosten immer weiter und werden dann irgendwann unbemerkt zu einer Durchrostung, so hast du ein Problem. Mit viel Pech kann es passieren, dass du deinen Ausbau für die Schweißarbeiten vollständig zurückbauen musst. Nimm dir also Zeit und behandle dein Fahrzeug fürsorglich. 

Wie Rost am besten behandeln?

Sehr viele alte Autos haben das Problem mit dem Rost. Vollständig entfernen kann man diesen vermutlich nicht. Viele Experten sagen auch, dass Rost wie Schimmel ist und egal was du machst, immer wieder kommt. Jedoch kannst du das rosten durchaus fürs erste Stoppen und deutlich verlangsamen. Durch regelmäßige Pflege und Behandlung kannst du Durchrostungen auch vollständig verhindern. Aber wie? 

Wir hatten mit ziemlich viel Rost zu kämpfen und haben uns lange mit dem Thema der Rostbehandlung befasst. Schlussendlich haben wir uns für eine Behandlung mit Owatrol Oil und Brantho-Korrux entschieden. Und das waren die Schritte: 

  1. Rost erkennen und mit einer Drahtbürste vollständig freilegen. „Flugrost“ mit der Drahtbürste entfernen. 
  2. Roststelle mit Bremsenreiniger reinigen.
  3. Owatrol Oil auftragen und 15 Minuten einziehen lassen. Diesen Punkt dreimal wiederholen.
  4. Die letzte Schicht des Owatrol Oil 24h trocknen lassen.
  5. Am nächsten Tag die Roststelle mit Branto-Kurux lackieren. – Trocknen lassen.
  6. Ist die Branto-Kurux Schicht trocken, so kannst du im besten Fall noch einmal mit normalem Lack in deiner Lackfarbe lackieren. 

Wenn du diese Schritte sorgsam durchgehst, solltest du zumindest zwei Jahre ruhe haben, bevor der Rost wiederkehrt bzw. Sich weiter verbreitet. Übrigens kannst du das an deinem ganzen Auto 1zu1 so durchführen. 

Die Schritte für die Unterkonstruktion

  1. Deine Unterkonstruktion startet mit den Latten, auf welchen du deinen Boden anschließend befestigst. Wir haben hierfür solche Latten verwendet und anschließend OSB-Platten für den Boden. Schaue genau, an welchen Stellen des Unterbodens du die Latten am einfachsten befestigen kannst und wo du am wenigsten an Stehhöhe verlierst. Reinige die Stellen mit Bremsenreiniger. Anschließend klebst du die Latten mit Sikaflex am Boden fest. Oder du schraubst sie fest. Wir haben Sikaflex verwendet, um nicht unnötig viele Löcher in unser Fahrzeug schrauben zu müssen. Übrigens waren auch wir zu Beginn sehr skeptisch gegenüber Sikaflex. Allerdings ist das Zeug echt seinen Namen wert! Es hält wirklich Bombenfest, ist leicht elastisch und hierdurch perfekt für das fahrende Zuhause geeignet. Außerdem hält es auch der extremen Hitze im Fahrzeug stand.
  2. Hast du all deine Latten festgeklebt, so kannst du nun mit dem Dämmen beginnen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten zu dämmen. Viele benutzen Bauschaum, dieser ist im Do It Yourself Camper allerdings sehr Schimmel anfällig. Auch umweltfreundliche Produkte wie Kork sind eine beliebte Variante. Eine der wohl bekanntesten Möglichkeiten ist Armaflex. Wir persönlich haben uns für das etwas günstigere Konkurrenz-Produkt K-flex in 19mm Dicke entschieden.

    Hier findest du ein Video zur Verarbeitung der Dämmung.


    Die Handhabung ist hier sehr einfach und intuitiv. Du schneidest das Material auf die gewollte Größe. Dann reinigst du wieder die zu beklebende Fläche mit Bremsenreiniger. Anschließend klebst du das Material fest. Armaflex und K-flex haben einen selbstklebenden Hintergrund. Für einen noch besseren Dämm-Effekt kannst du all deine Stückelungen mit dünnerem K-flex bzw. Armaflex Tape überbrücken.
  3. Nun befestigst du deinen Boden mit Schrauben an der Unterkonstruktion. Wir haben hierfür OSB-Platten mit Feder und Nut klein geschnitten und stück weise eingelegt. Mit einem Stift haben wir markiert, wo sich die Latte befindet. Als alle Platten bis nach hinten eingelegt waren, haben wir unseren Boden an den markierten Stellen verschraubt.
  4. Ist die Bodenplatte verlegt, kannst du dich entscheiden, welchen Boden du verlegen willst. Wir persönlich haben uns für Industrie-Roll-PVC entschieden. Der Vorteil hierbei liegt in der Verarbeitung. Der PVC wurde direkt in der richtigen Länge gekauft und anschließend im Van ausgerollt. Mit einem Katermesser haben wir den PVC richtig eingeschnitten. Anschließend haben wir Klettklebeband, dieses verbindet sich durch die Klettoberfläche perfekt mit dem Hintergrund des PVC’s, auf den Boden geklebt. Das Gute an diesem Klebeband ist, dass du, wenn du dich verklebt hast, den Boden ganz einfach wieder hochziehen kannst, ohne etwas kaputt zu machen.

Herzlichen Glückwunsch zu deinem fertigen Boden! Diese Schritte kannst du genauso an Wand und Decke durchführen. Möchtest du noch Fenster in deinem Do It Yourself Van haben, so solltest du diese eventuell vorher einbauen. 

Die ersten Ausbauschritte

Bevor du überhaupt die Unterkonstruktionen anfertigst, könnten die besseren & ersten Schritte sein, alles an deinem Do It Yourself Camper anzubringen, für was du Löcher in der Karosserie machen musst. 

Hierzu zählen sämtliche Fenster, die Solarzelle und eventuelle Außenanschlüsse (Wasser, Strom). Um die Fenster zu befestigen, solltest du eine geeignete Stelle auf deinem Dach und an deinen Wänden finden. Hast du diese gefunden, so zeichne sie dir zunächst an. Um die Striche herum klebst du Kreppband. Dieses ist notwendig, um den Lack deiner Karosserie beim Sägen nicht zu verkratzen. Anschließend nimmst du dir einen Bohrer und bohrst in jedes Eck ein Loch. Diese Löcher wirst du später für die Stichsäge benötigen. 

Gehen wir zurück in den Van. Die Späne des Metalls können viel kaputt machen und auch für Rost sorgen. Klebe um die vier entstandenen Löcher herum eine Mülltüte. So wird der „Abfall“ direkt aufgefangen.

Und wieder nach außen, nun kannst du die Stichsäge ansetzen. Fädle das Sägeblatt durch das Bohrloch ein. Versuche so gerade wie möglich an deinen Strichen zu sägen. Ist nun dein Loch endlich in der Karosserie, kannst du das Metall kurz abfeilen und mit Grundierung bearbeiten. Durch die Grundierung beugst du einer möglichen Rostbildung an diesen Stellen vor. 

Nun gehts an den Fenstereinbau. Meist wird hier eine Unterkonstruktion von innen benötigt. Das kann sich aber je nach Fenster unterscheiden. Lies hier am besten die Anleitung deines Fensters durch. Diese Dachfenster haben wir verbaut. 

Bei den anderen Dingen gehst du am besten genauso vor. Nur benötigst du hier keine Unterkonstruktion. 

Wenn du jetzt alle Löcher in deinem Van hast, die Unterkonstruktionen drin sind und dein Boden fest, so kannst du mit dem eigentlichen Innenausbau beginnen. Wir wissen, es fühlt sich jetzt an, als ob die größte Hürde geschafft ist. Aber der Innenausbau wird dich definitiv noch ganz schön fordern. Die eigentliche Königsdisziplin folgt noch. Aber bevor du nun startest, möchten wir dir noch ein paar kleine Tipps geben. 

Bevor du anfängst: Noch ein paar kleine Tipps für deinen Do It Yourself Camper-Van

Wir wissen, es kribbelt dir wahrscheinlich schon ganz schön in den Fingern. Du möchtest unbedingt endlich starten und möglichst bald mit deinem Do It Yourself Camper-Van losziehen. Aber vorher möchten wir dir unbedingt noch ein paar Kleinigkeiten ans Herz legen. 

  1. Ein Auto ist kein Haus und unglaublich verwinkelt. Miss alles dreimal nach und am besten auch jede Stelle einzeln. Die Breite von vorne ist nicht unbedingt auch die Breite in der Mitte.
  2. Brauchst du wirklich so viel, wie du denkst? Oder geht es auch ohne? Wir wollten zum Beispiel unbedingt eine Nasszelle, haben diese aber nie wirklich genutzt. Viel lieber duschen wir in der Natur. Immerhin macht der Minimalismus das Vanlife doch aus.
  3. Gibt es für dein Basisfahrzeug ausreichend Ersatzteile? – Das kann eine wichtige Frage sein, um sich selbst bewusst zu sein, wie man in Problemsituationen reagiert. 
  4. Filz ist cool! Mit Filz kannst du sehr professionell wirkende Optiken verwirklichen. Außerdem wiegt es fast nichts und gibt dir hierdurch Bonusgewicht für deinen Ausbau frei. 
  5. Für den Ausbau solltest du dich am besten mit einer zweiten Person zusammen tun.
  6. Achte darauf, robustes, aber nicht zu schweres Material zu verwenden. Auch sollten deine Konstruktionen nicht zu starr sein. Ein Fahrzeug befindet sich ständig in Bewegung und der gesamte Ausbau ist maßenhaft Vibrationen ausgesetzt. Es wird definitiv knautschen und die ein oder andere Schraube sich immer wieder lösen.
  7. Der wichtigste von allen Tipps: Der Ausbau soll auch Spaß machen und der erste Ausbau wird vermutlich nicht perfekt. Vergiss den Spaß an der Sache nicht und nimm dich selbst nicht zu ernst. 

Entscheide dich für eine Bauweise der Möbel

Es gibt verschiedene Wege und Möglichkeiten, die eigenen Möbel zu konstruieren. All diese Möglichkeiten bieten sowohl Vor- wie auch Nachteile. 

Lattenkonstruktionen

Eine Möglichkeit, Möbel zu bauen, sind Lattenkonstruktionen. 

Vorteile von Lattenkonstruktionen sind, dass diese auch für einen Anfänger sehr leicht herzustellen sind. Latten sind im Verhältnis ziemlich preiswert und den verbleibenden „Hohlraum“ kannst du mit dem Material deiner Wahl verdecken. Wir haben bspw. Pappelsperrholz vorne dran getackert. Aber auch ein bekleben mit bspw. Stoff oder anderem Materialien ist möglich. Du kannst sehr dünne und leichte Latten nutzen. Außerdem spart diese Möglichkeit gegenüber Vollholz einiges an Gewicht.

Nachteile dieser Variante sind: Platzverlust, da die Latten ja auch immer eine gewisse Breite und höhe Vorweisen, außerdem ist die gerade Montage der Latten relativ umständlich. Du möchtest in deinen Möbeln versenkbare Steckdosen oder Ähnliches verbauen? – Das ist zwar möglich, jedoch mit dieser Möglichkeit auch nicht optimal. Außerdem hatten wir auch häufig das Problem, das die Holzlatten eine schlechte Qualität hatten, in sich schief waren oder von Holzwürmern befallen.

Hier kommst du zu vergleichbaren Latten, wie die die wir aus dem Baumarkt gekauft haben.

Vollholz

Vollholz ist definitiv die schönere Variante, die eigenen Möbel zu bauen. Zur geraden Verarbeitung benötigst du eigentlich nur eine gute Kreissäge. 

Vorteile sind: Es sieht schlichtweg besser aus und ist auch Platzsparender. 

Nachteile: Vollholz ist sehr schwer. Außerdem sind Vollholzplatten vergleichsweise teuer. Es gibt aber auch Holzplatten, welche relativ leicht sind. Hier solltest du dich etwas tiefgehender informieren. Es kommt natürlich auch immer auf das eigene Budget an. 

Kunststoff

Du stehst eher auf den Industrie-Stil? – Dann ist Kunststoff sicher eine coole Idee für dich. Kunststoff kannst du in verschiedenen Größen und stärken kaufen. Für die Verarbeitung benötigst du geeignetes Werkzeug und ggf. etwas Übung. 

Kunststoffplatten sind auch sehr schwer. Und teuer. Aber sie bieten auch einen großen Vorteil: Es ist egal, ob sie nass werden. Sie halten der Witterung und allen Gegebenheiten im Van problemlos stand. 

Wir haben bspw. unsere Klo-Verkleidung aus dünnen Kunststoffplatten gebaut. Hier ist die Platte, die wir verwendet haben.

Benötigtes Material planen

Es gibt nichts Nervigeres, als während des Projekts aufhören zu müssen, wenn etwas fehlt.

Sind wir mal ehrlich: Es gibt einfach Tage, da läufts & Tage, da läufts eben nicht.
Und an einem guten Tag plötzlich aufhören zu müssen, weil etwas fehlt, ist total ärgerlich.

Natürlich wirst du vermutlich nicht ALLES da haben, was du für den Ausbau benötigst. Jedoch solltest du aus eben diesem Grund planen, was du beim nächsten Step erledigen möchtest & hierfür am besten alles direkt in ausreichender Menge dabei haben.

Das Gewicht

Das Gewicht deines DIY Campervans ist ein wichtiges Thema. Dein ausgewählter Van hat ein zulässiges Gesamtgewicht, welches falls du es noch nicht wusstest, nicht zwangsläufig 3,5 Tonnen entspricht. Informiere dich, wie viel dein Van wiegen darf und achte darauf, ihn nicht zu überladen. Schließlich willst du am Ende auch noch Dinge mit nehmen und du darfst dieses zulässige Gesamtgewicht inkl. Vollem Wasser- und Sprittank allen Personen im Fahrzeug & sonstiger Zuladung auf keinen Fall überschreiten. 

Lass dir also ggf. Möglichkeiten einfallen, um Sprit zu sparen. Beispielsweise ist Filz als Wandverkleidung eine schöne und gewichtsparende Alternative zu Paneelen. 

Filz

Wir haben dieses Filz verwendet. Dieses kam in unserem Wohn- und in unserem Schlafbereich zum Einsatz. Uns persönlich gefällt dieser Look sehr gut. Es sieht total gemütlich aus und ist gedichtsparend. Außerdem ist diese Aufgabe relativ schnell und einfach erledigt. 

Ein kleinerer weiterer Vorteil ist übrigens, dass deine Wände durch das Filz trotzdem magnetisch bleiben. 

Hier kommst du zu einem Video, in welchem wir dir die Vorgehensweise beim Filzen genau erklären.

Die Elektroinstallation in deinem DIY Campervan

Da das Thema Elektronik sehr umfangreich ist, findest du hierzu nächste Woche einen gesonderten Artikel in unserem Blog.

Wasserinstallation

Zunächst solltest du dir darüber Gedanken machen, wie viel Wasser du überhaupt benötigst. Was möchtest du alles vom Van aus machen? Möchtest du nur deine Hände waschen, eine Kleinigkeit abwaschen und Kaffee kochen? 

Oder möchtest du auch duschen können, Tage lang autark stehen, Kochen und das Wasser sogar trinken? 

Je nachdem, was du alles machen möchtest, fällt die Größe deines Wassertanks natürlich unterschiedlich aus. Um egal welches Wasser in Trinkwasser-Qualität nutzen zu können, gibt es verschiedenste Möglichkeiten. 

Eine der einfachsten ist vermutlich die, eine Silberione in deinen Wassertank zu schmeißen. Diese musst du dann aber regelmäßig austauschen. (Es gibt eine gewisse Anzahl an Litern, welche diese Ione reinigen kann) 

Noch eine Möglichkeit ist es, ein ganzes Filtersystem zwischen dem Auslass des Wassers und dem Wasserkanister zu installieren. Auch dieses musst du regelmäßig erneuern. Jedoch fühlt sich für uns persönlich diese Variante sicherer an. 

Möchtest du warmes Wasser haben? – Dann darf ein Boiler nicht fehlen. Wir persönlich nutzen diesen Boiler für unser Duschwasser. 

Wie gelangt das Wasser eigentlich in den Wasserhahn? – Dir stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: 

  1. Fußpumpe
  2. Druckpumpe
  3. Tauchpumpe

Übrigens Thema duschen: 

Eine alternative zu einer festen Dusche sind Solarsäcke. Diese hängst du dann in bestimmter Höhe auf. Das Wasser erwärmt sich durch die Sonne, welche auf den Sack knallt und durch die Schwerkraft kannst du schnell und ohne Strom duschen. Hast du mal keinen Platz, bei welchem du den Sack auf entsprechender Höhe aufhängen kannst, dann ist eine akkubetriebene Campingdusche praktisch. Diese funktionieren meist mit einer Tauchpumpe. 

Benötigst du eine Toilette? – Welche Möglichkeiten gibt es?

Selbstverständlich kannst du dein Geschäft auch einfach im Wald verrichten. Aber sind wir mal ehrlich, das ist nicht immer möglich. Und auch nicht jeder möchte es so handhaben. Deshalb sollte noch eine andere Lösung her. Aber welche Möglichkeiten gibt es, in einem Van auf Toilette zu gehen?

Chemietoilette (Porta Potti)

Die wohl häufigste Lösung ist die Chemietoilette in Form des Porta Potti. Praktisch funktioniert mit Chemie und benötigt zum Entsorgen stets eine Entsorgungsstation. 

TTT (Trellino

Eine Kompost- oder auch Trockentrenntoilette. Superpraktisch und angenehm. Du separierst einfach Pipi und Kot. Der Kot kommt in einen Müllbeutel. Das Pipi in einen Kanister. Den Kot kannst du ganz einfach im Müll entsorgen, das Pipi an geeigneter Stelle entsorgen. Es riecht natürlich trotzdem. Kann aber durch „Kleinviehstreu“ & Essig bzw. Zitronensäure relativ gut neutralisiert werden. 

Diese Variante ist sehr einfach selbst zu bauen, aber es gibt auch einige fertige Produkte zum direkten Kauf wie z.B. die Toilette von Trellino.

Stauraum nicht vergessen

Vergiss bloss nicht genügend Stauraum einzuplanen. Du wirst ihn brauchen, nutze alle Flächen, die möglich sind.

Zu guter letzt: Hast du einen Hund oder hättest du gerne einen?

Beim Vanlife kommst du in viele Länder, in welchen es viele Straßenhunde gibt. Überstehst du diese Länder ohne einen aufzunehmen? – Oder weißt du bereits, das du einen retten wirst? 

  • Dann vergiss auf gar keinen Fall einen Platz einzuplanen, welchen du gegebenenfalls so leicht und schnell wie möglich zu einem Hundeplatz umgestalten kannst. 

Konnten wir dir helfen?

Wir hoffen, der Beitrag hat dir gefallen und wünschen dir ganz viel Spaß bei der Planung! Schreib uns doch gerne eine Nachricht, wenn du noch Fragen hast oder schick uns auf Insta ein Bild von deinem Ausbau! 💓

Liebe Grüße 🍀,

Jessi 👩🏻‍💻, Mario👨🏻‍💻, Seppy 🦊& Homer 🚐

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